Review 16.08.2011
Nach großer Kunst sieht „Shining Flame“ nicht aus,
denn gerade das Cover wirkt eher billig denn ansprechend.
Der
Opener „Still Loving You“ beginnt dann erst einmal mit einer
ohrenbetäubenden Tonlage, die CORPORATE ID
zumindest gleich die
Aufmerksamkeit des Hörers sichert. Was dann folgt kann man getrost als
ordentlichen Hard-Rock bezeichnen,
bei dem die langjährige Erfahrung
der drei Musiker kaum zu leugnen ist.
Die Instrumentalisierung
stimmt, die Riffs sitzen und durch etliche Tempowechsel und Breaks hält
man eine gewisse Spannung.
Dazu der für das Genre typische Gesang,
der von den hohen bis zu den tieferen Tönen alles abdeckt.
Für gestandene Rocker dürfte die zweite Langrille
des Trios eine sichere Sache sein, auch wenn die Ansprüche etwas höher
angesiedelt sind.
Als Innovationskünstler werden die Kieler dabei
nicht durchgehen, aber das was sie machen, machen sie einfach gut.
Vor allem der voluminöse Gesang von Martin Simon hinterlässt immer
wieder mal ein staunendes Gesicht,
der einen Song auch mal ganz
alleine tragen kann („Hero For A Day“).
Mit einem Schnitt
von mehr als sechs Minuten reichen der Band schlappe sieben Songs aus,
um „Shining Flame“ auf Albumlänge zu strecken.
Zeit genug also um
die alternde Matte langsam im Takt zu schwingen, sofern man diesem – für
meinen Teil – angestaubtem Genre noch etwas abgewinnen kann.
Autorwertung: 6.0 von 10 Punkten